Viel zu lange habe ich mich überfordert gefühlt, wo, was und wann ich essen sollte. Nachdem ich Vieles ausprobiert habe (Mahlzeitenplan, tracken, IF, etc.) stellte ich mit Entsetzen fest: genau DAS war mein Problem. Das viele Ausprobieren diverser Methoden und die anschließende Verzweiflung und Frustration, wenn die Methoden dann nicht den gewünschten Effekt zeigten. Während all dieser Zeit war mein Problem gar nicht, WAS ich essen sollte, sondern WIE. 

Ich hatte den Genuss am Essen total verloren und suchte ständig nach neuen Möglichkeiten im Außen. 

Mir fehlte es an Halt im Alltag, an einer klaren Struktur. Diese Struktur wiederzuerlangen und mir selbst den Halt zu geben, den ich mir wünsche, war ein riesengroßer Schritt in die Erleichterung. 

Ich fing an meinen Tag im allgemeinen, aber auch meine Mahlzeiten zu planen. Dies war vor allem am Anfang sehr wichtig für mich. Es gab mir einen roten Faden, an dem ich mich entlanghangeln konnte. Zuvor hatte ich mich bei all den Essensangeboten und Ernährungsformen gefühlt, als würde ich ohne Luftmatratze ins offene Meer hinausschwimmen.  Ich war überfordert und das musste so nicht sein. 

Ich hatte mit Planung immer etwas Mühsames, Restriktives verbunden. Ich habe mich eingeengt gefühlt mit einem Plan, da er mich an meine Diätzeit erinnerte, gegen welche ich rebellieren wollte.

Doch als ich verstanden habe, dass Planung etwas ist, um mir meinen Alltag zu erleichtern – um etwas Gutes FÜR mich zu tun – und das nicht aus Angst heraus, sondern basierend auf Liebe; da konnte ich diese Vorteile voll und ganz für mich nutzen. Ich habe gelernt, mit welcher Form der Organisation ich mich wohlfühle und welche mir zusagt (Zettel und Stift, Apps, Magnettafel etc.). Ich habe Schritt für Schritt gelernt, mir nicht zu viel vorzunehmen. Flexibel bei der Planung zu bleiben und Puffer für Abweichungen einzuberechnen. Ich habe die Freude an einer durchdachten, liebevollen Tagesplanung wiederentdeckt. Ich habe Planung komplett neu bewertet, ihr eine neue, wichtige Bedeutung in meinem Leben verliehen.

Mir tat diese fehlende Struktur nicht gut, da ich eher emotional-pragmatisch veranlagt bin. Häufig trag ich ad-hoc Entscheidungen die nicht rational durchdacht waren. Die Planung war die fehlende Komponente, um wieder etwas in Balance zu kommen (Yin und Yang, weibliche und männliche Energie).

Es ist mir wichtig, dies hier zu betonen, denn nicht für jeden ist Planung so befreiend. Menschen, die eher in der Yang-Energie sind, die fokussiert, diszipliniert und eher in der Kontrolle sind, sollten eher lockernde Maßnahmen treffen, um die Balance wiederherzustellen.

In meinem YouTube Video spreche ich mit dir über Planung und weshalb sie für mich das A&O auf dem Weg aus meiner Essstörung war.

hör auf mit warten und komm ins handeln

Wenn du aktuell unzufrieden mit deinem Essverhalten bist, dann mach heute den ersten Schritt und triff eine Entscheidung. Es wird kein besserer Moment kommen. Nimm dich dem Thema an und hol dir deine Lebensqualität zurück. Gerne unterstütze ich dich dabei,