Meine Geschichte

Mein Heilungsweg aus der Essstörung

Ich habe einen Rucksack voller Erfahrungen, in denen ich mich körperlich und mental nicht gesund fühlte – darunter ein schweres Kapitel zum Thema Essstörung. Bereits als Teenager fühlte ich mich nicht schön/ schlank genug. Die Medien, der soziale Druck und das ständige Vergleichen fütterten das Verlangen abzunehmen.

Ich erinnere mich, dass ich manchmal nachts weinend auf dem Fussboden lag, weil ich mich so hässlich und dick fühlte. Wenn ich heute Bilder von mir sehe ist das für mich unvorstellbar, da ich überdurchschnittlich sportlich war und eine schlanke, athletische Figur hatte. Ich war während meiner ganzen Jugend voller Scham für meinen Körper. Ich „diätete“ mich bis zum Abitur durch, war immer unzufrieden mit mir. Doch mein Gewicht war zum Glück immer noch in einem gesunden Bereich gewesen. Die meisten in meinem Umfeld bekamen davon nicht viel mit – es war vielmehr ein innerer Kampf.

Als ich mich nach meinem Abitur von meinem ersten Freund trennte nahm ich mir vor, mich nun noch mehr meinem Körper zu widmen. Ich hatte aus meiner Sicht keinen Grund mehr, über meinem Wunschgewicht zu sein. Ich hungerte und trieb exzessiv Sport – und so nahm ich auch relativ schnell ab. Das Maß war aus heutiger Sicht alarmierend und so ging es nicht lange, bis ich erste Essattacken hatte. Ich vergesse nie den Tag, als ich mich zum ersten Mal über alles ungesunde, was ich nur finden konnte, stürzte. Ich war unfassbar schockiert über meine „Aussetzer“.  Folglich machte ich noch mehr Sport, hungerte und versuchte dagegen anzusteuern. Doch die Fressanfälle fingen an sich zu häufen. Irgendwann reichte Sport nicht mehr aus, um dagegenzuhalten und ich nahm wieder an Gewicht zu. Ich fühlte mich außer Kontrolle. Ich wusste, mit mir stimmt was nicht und ich muss daran arbeiten. Ich hatte Angst noch weiter zuzunehmen und so suchte ich nach einer Therapeutin.

Ich begann ich meine erste Therapie. Sie dauerte 4 Monate.

Die Therapeutin unterhielt sich in der ersten Sitzung mit mir und diagnostizierte sogleich eine „manifeste Essstörung“.  Sie empfahl mir damals mein Studium für einen stationären Klinikaufenthalt zu unterbrechen. Ich war entsetzt und am Boden zerstört. Mein Studium zu unterbrechen kam für mich keinesfalls in Frage – dieses war mir damals unglaublich wichtig und bereitete mir auch Freude. Seit jenem Tag der Diagnose war ich gebranntmarkt – für mich stand fest: ich bin anders/ krank/ mit mir stimmt was nicht. Aus heutiger Sicht war diese Diagnose fatal und brachte mich nur noch tiefer in eine Essstörung hinein. Während ich zuvor alles im Griff zu haben schien (bis auf mein Gewicht) – ging nun alles bergab. Indem ich fest davon überzeugt war, krank zu sein, lief mein Essverhalten aus dem Ruder. Ich war voller Angst, zuzunehmen, und begann neben meinem straffem Sportprogramm zu erbrechen.

Ein Auslandssemester in Madrid stand an und ich glaubte damit alles lösen zu können

Pustekuchen. Ich war in einem komplett anderen Umfeld, völlig auf mich alleine gestellt und unfähig für mich zu Sorgen. Im Ausland fühlte ich mich wie eine „Anonyme“ und führte eine Art Doppelleben. In der Uni und meiner Familie gegenüber gab ich vor alles im Griff zu haben. Doch ich war innerlich leer und überfordert mit allem. Essen und Brechen war mein einziger Halt in dieser Zeit. Ich litt still und wollte einfach wieder nach Hause. Doch abbrechen war für mich keine Option und so stand ich den Aufenthalt in Madrid, der eine der schwersten Zeiten für mich war, bis zum Ende durch.

Ich musste etwas ändern. Ich entschied mich schlussendlich für einen stationären Klinikaufenthalt.

Ich wollte meine Essstörung endlich überwinden und Hilfe in Anspruch nehmen. Ich hatte 4 Wochen bis mein Studium weiter ging und wohnte in einer Tagesklinik. Immer im Hinterkopf hatte ich das Enddatum meines Aufenthalts. Deshalb wollte ich mein Bestmögliches geben und so schnell wie möglich voran kommen. Besser wurde meine Essstörung in dieser Zeit kurzfristig schon, doch zurück in meinem alten Umfeld und mit dem Prüfungsdruck war ich wieder am gleichen Punkt wie zuvor angelangt. Ich führte nach dem Aufenthalt eine ambulante Therapie fort – wie auch die erste Therapeutin war diese recht zuversichtlich mit mir. Ich glaube ich konnte schon immer gut reden. Ich verkaufte meine Erfolge immer sehr gut und zeigte mich lernwillig und einsichtig. Doch ich wollte verdammt noch mal ein für alle Mal meine Bulimie besiegen. Und dies gelang mir nicht. Auch nicht nach dieser Therapie, welche wir nach knapp 9 Monaten beendeten. Es folgten wieder etliche Selbstversuche, Hypnosesitzungen, Online Kurse... Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich es einfach nicht schaffte. Ich wollte mein Umfeld nicht mehr länger enttäuschen.

Die Selbstversuche klappten nicht – ich nahm nochmal Anlauf und fragte um Hilfe

Ich kam mal besser, mal schlechter zurecht, doch nie erreichte ich den Punkt, an dem ich die Bulimie / Orthorexie überwunden habe.  Also begann ich eine neue Verhaltenstherapie in der Schweiz. Ich war sehr motiviert, zahlte sogar einen erheblichen Betrag aus eigener Tasche. Ich fing das erste Mal an, Essenstagebuch zu schreiben und meine Gedanken und Gefühle mit meinem Essverhalten in Verbindung zu bringen. Durch mein persönliches Interesse an Coaching und dem Besuch von Persönlichkeitsentwicklungs-Seminaren entstand in mir der Wunsch, es endlich zu schaffen, um dann anderen dabei zu helfen, all das in viel kürzerer Zeit für sich aufzulösen. Immer schon dachte ich mir „Das kann doch nicht wahr sein, dass das alles so lange geht! Da muss es doch noch andere Lösungswege geben.„. Ich fühlte mich immer so ausgebremst und war auf der Suche nach schnelleren Lösungswegen.

ENDLICH: Die Wende

Ich meldete mich für eine Weiterbildung als Systemischer Coach an. Ich wollte Methoden lernen, um anderen beim Erreichen ihrer Ziele zu helfen. In meiner eigenen Coachingausbildung befasste ich mich zum ersten Mal mit Werten und und löste Kindheitsblockaden, die ich längst vergessen und verdrängt hatte, auf. Ich sprach weniger und fühlte mehr. Ich konnte auf tieferer Ebene Dinge verändern, neu bewerten. Ich fühlte endlich Erleichterung auf meinem weg. Ich befreite Ängste, die tief in meinem Unterbewusstsein saßen. Ich arbeitete an meinem Selbstbild. Ich kam wieder in Kontakt mit meinem Körper, lernte mich zu spüren. Ich erkannte, worum es bei mir WIRKLICH geht. Und innerhalb von rund 8 Wochen überwand ich meine Essstörung. Nie zuvor hatte ich so schnelle, spürbare Erfolge gehabt. Ich war beflügelt auf meinem Weg und konnte es kaum erwarten, all das mit anderen Frauen zu teilen, die an einem unentspannten Essverhalten leiden. Ich gründete mein eigenes Online Coaching Unternehmen, um für Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum (D-A-CH) erreichbar zu sein. Zur optimalen Unterstützung entwickelte ich ein komplettes Rundum-Coaching-Programm mit allem, was man auf diesem Weg lernen muss, um dauerhaft zu heilen. Ich ließ meine ganze Erfahrung, mein Fachwissen und alle Tools, die ich bislang kennengelernt habe, in meine Arbeit einfließen. Ich hielt Ausschau nach den besten, nachhaltigsten und tiefgehendsten Methoden. Meine Geschichte hatte auf einmal einen höheren Sinn.

Fazit:

In Retrospektive kann ich sagen, dass ich auf meinem mehrjährigen Weg viel über mich gelernt habe und dankbar für die Lektionen bin. Doch wenn ich ehrlich zu mir bin und die Ergebnisse meiner Kunden ansehe weiß ich: es hätte einfacher und schneller gehen können. Oft stand mir mein Ego (es alleine schaffen zu wollen) und die Scham (was denken andere) im Weg. Oft hatte ich Vorwände wie finanzielle Mittel, Zeit etc., mit denen ich meine Weiterentwicklung verhinderte. Das Wichtigste ist wohl, etwas zu finden, woran man glaubt, und dran zu bleiben, bis man dort ist, wo man stehen will. Als Coach für Body-Mind-Gesundheit begleite ich Menschen Schritt für Schritt in ihrem Alltag. Ich habe ein praxiserprobtes System entwickelt, das funktioniert und individuellen Spielraum lässt. Es muss nicht hart sein, es muss nicht ewig dauern und es muss nicht für immer so bleiben. Wir können unser Leben komplett neu ausrichten und unseren Körper und Geist wieder nähren. Wenn wir wieder im Einklang leben sind wir frei von dem Schmerz der Vergangenheit.

Ich hoffe indem ich mit dir hier meine Geschichte so unverblümt geteilt habe konnte ich dir etwas Mut für deinen eigenen Weg machen – ganz egal worum es geht und wo du stehst.

 

Wenn du mehr zu meinem Heilungsweg erfahren möchtest, höre gerne in das Podcastinterview rein, welches ich oben auf der Seite verlinkt habe.

 

 

Ich habe es geschafft, doch DU kannst das auch!

Bist du bereit dein Leben umzukrämpeln?

Dann warte nicht länger und reserviere dir jetzt gleich einen Termin für unser kostenloses und unverbindliches Erstgespräch.